Haltet euch von diesen Kindern fern! Ein paar Takte zur Linkspartei
Von SRB | Die perfideste Form des Klassismus kommt von der Linkspartei. Hier reklamieren Bürgikids den Klassenkampf für sich – in Wirklichkeit führen sie einen Kulturkampf gegen die Arbeiterklasse.
Nirgends zeigt sich die epistemische Krise des linken Lagers so deutlich wie in der Linkspartei. Jüngst behauptete etwa deren Co-Vorsitzende, man sei zurzeit erfolgreich, weil man »den Klassenkampf … wieder nach vorne« stelle. Das ist Bullshit. Und zwar par excellence.
Keine der großen Parteien ist – neben den Grünen – gerade mehr entfernt von der Arbeiterklasse als die Linkspartei. Darüber können auch die antikapitalistischen Parolen ihres schrillen Spitzenpersonals nicht hinwegtäuschen. Und auch nicht der Name der Partei, mit dem sie sich einst dreist die Bezeichnung eines ganzen Lagers angeeignet hatte.
»Keine der großen Parteien ist – neben den Grünen – gerade mehr entfernt von der Arbeiterklasse als die Linkspartei.«
Schon länger gleicht sich die Anhängerschaft der Linkspartei (nicht: der Linken!) der sozialen Zusammensetzung der Grünenwähler an, die sich vor allem aus urbanen bildungsbürgerlichen Milieus rekrutieren. Mit dem aktuellen Kurs vollendet man diese Angleichung nun. Manch mäßig begabte Analystin verleitet das gar zu der Frage, ob die Partei »plötzlich Mitte« sei.
Der Umstand, dass die Linkspartei v.a. beim grünen Nachwuchs punktete und bei etwa zehn Prozent steht, hat herzlich wenig mit einem Weg in die Mitte zu tun. Schon die Grünen selbst sind keineswegs mittig zu verorten. Sie waren bisher neben der AfD mit ihren über 20 Prozent (Mitte?) die polarisierendste Kraft im deutschen Parteiwesen.
Denn die Grünen als main stage des woken Moralspektakels liegen mit den Einstellungen der breiten Bevölkerung massiv über Kreuz. Sie stehen – der »Extremismus der Mitte« lässt grüßen – für ein radikalisiertes, oder besser gesagt: sektiererisches Bildungsbürgertum. Und noch mehr steht dafür ihr bisheriger Nachwuchs, der woke Glaubenslehre mit pseudokommunistischem Gefasel mixt.
»Die Grünen als main stage des woken Moralspektakels liegen mit den Einstellungen der breiten Bevölkerung massiv über Kreuz.«
Wenn überhaupt handelt es sich also um soziale Milieus, die man gemeinhin mit der Mitte verbindet, die es politisch aber an den Rand zieht. Die Linkspartei treibt diesen Prozess aktuell weiter voran. Sie verkuppelt nun die linksgrünen Bürgikids mit den weltfremden Kräften der sogenannten Bewegungslinken, die in der Linkspartei eine Chance zur Einflussnahme sehen.
Was dabei herauskommt, sieht man auf den Parteiveranstaltungen. Gestalten prägen dort das Bild, die wahlweise Anlass zum Gruseln oder Fremdschämen geben. Und eine politische Kultur wird dort gelebt, mit der man die sogenannte Normalbevölkerung – zumindest die außerhalb Berlins – jagen kann. Die zelebrierte Arbeiterfolklore, die dem Redwashing dient, macht es umso peinlicher.
Nein, der Erfolg der Kindspartei basiert nicht auf Klassenkampf. Er basiert v.a. auf einer plumpen Inszenierung als vermeintlich antifaschistischer Kraft im Bundestagswahlkampf, wo man jungen Leuten mit dramatischen, ja geschichtsvergessenen Bedrohungserzählungen Angst machte und sich mit viel Geschrei als Retter in der Not präsentierte. Man kennt das Prinzip ja von den Rechten.
Natürlich kann man damit nummerisch Erfolg haben: bei bestimmten Milieus. Die unteren Klassen aber wird man so weiter auf Distanz bringen. Und ferner wird die vermehrt einseitige soziale Zusammensetzung der Anhänger die epistemische Krise der Partei noch verschärfen, so dass die antiaufklärerischen Elemente Überhand nehmen:
Schon jetzt ist die Partei ein Tummelplatz regressiver Elemente der Linken. Queerdenker und Antisemiten geben sich die Klinke in die Hand; mit Islamisten und Mullah-Fans geht man zuweilen auf Tuchfühlung. Der neolinke Postkolonialismus bildet hier eine unheilvolle Symbiose mit dem altlinken Antiimperialismus.
Es deutet sich hier eine wohlstandsverwahrloste Querfront an: Während man zuhause ein neues 1933 an die Wand malt, um sich als Antifa zu inszenieren, übt man sich nach außen in unterlassener Hilfeleistung beim Kampf gegen den russischen oder islamischen Faschismus, ja springt ihm z.T. zur Seite. Nein, der woke Irrsinn ist keineswegs over. Die Linkspartei hievt ihn gerade auf ein neues Level.

