Was Lobo sagt: »Der algorithmischen Alltagsradikalisierung entgegenwirken«
Von Malte Clausen | Sascha Lobo fordert, sich der »Kollerkommunikation« im eigenen Lager zu verweigern und seine Einfältigkeit aufzubrechen. Genau das macht der Verein für konstruktiven Sozialismus.
In seiner aktuellen Kolumne für den Spiegel macht Sascha Lobo einen wichtigen Punkt:
»Aber wir, die Zivilgesellschaften, die redaktionellen Medien und die Politik in den westlichen Ländern, müssen beginnen, der algorithmischen Alltagsradikalisierung entgegenzuwirken. Jede und jeder kann Teil davon sein, zum Beispiel, indem man die Teilnahme an algorithmisch provozierter Kollerkommunikation verweigert und anfängt, auch in seiner eigenen Blase zu differenzieren. Selbst dann, wenn es schmerzt. Gerade dann.«
Die Aussage deckt sich – unabhängig davon, was Lobo konkret an Positionen vertritt – mit einem zentralen Anliegen des Vereins für konstruktiven Sozialismus, der unter anderem das »sozialrepublikanische Panorama« fördert. Als Freunde des Sozialrepublikanismus plädieren wir einerseits für eine soziale Transformation der Demokratie, stellen andererseits aber das Wohl der Republik über ideologische Sonderinteressen.
Vor diesem Hintergrund sind wir überzeugt, dass besonders polarisierende Themen eine zügige Klärung verlangen – und somit auch den Willen zum Kompromiss. Denn entlang dieser Themen schaukeln sich die Vereinfacher und Einheizer hoch, womit sie einen Sog erzeugen, der die Gesellschaft insgesamt in destruktive Bahnen zieht. Man dreht sich dann nur noch im Kreis, das Gemeinwohl rückt aus dem Sichtfeld – und die drängenden Probleme unserer Zeit bleiben unbearbeitet.
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Den Problemtanz der Polarköpfe wollen wir nicht mitmachen. Deswegen unterstützen wir Formate wie den Club Volantaire. Hier werden linke Diskurse – mit Blick auf ihre destruktive Wirkung – kritisch aufgearbeitet, auch unter Einbezug liberaler und auch konservativer Stimmen. Es ist ein Format für all diejenigen, die das parteipolitische Gezänk und den hysterischen Lagerkampf leid sind.
Wer sich zu dieser Bürgergattung zählt, die die Republik über die Parteien stellt, der schaue doch mal rein in die dort gebotenen Gespräche. Etwa zum Thema Migration, das im Sommer in München diskutiert wurde:
Malte Clausen ist Vorstandsmitglied und Sprecher des Vereins für konstruktiven Sozialismus e.V. Weitere Infos, einschließlich Spenden- und Fördermöglichkeiten, gibt es hier.

