Hören: Es lebe die Kommune – aber nicht ihr Mythos!
Von Redaktion | Die Pariser Kommune jährt sich zum 152sten Mal. Vor genau einem Jahr sprachen Felix Zimmermann und Holger Marcks zu ihrem Mythos und seinen Folgen im Pavillon Hannover.
Heute vor 152 Jahren begannen sie, jene 72 Tage, die das Denken der sozialistischen Linken bis heute prägen – und blockieren. Denn mit der Pariser Kommune strickte sie sich eine Revolutionsmythologie, die einem konstruktiven Sozialismus den Boden entzog. Statt nämlich ein produktives Verhältnis zur bürgerlichen Republik einzunehmen, auf der sozialer Fortschritt aufbauen kann, versuchte sie fortan, diesen durch einen radikalen Ordnungsbruch in die Realität zu zwingen.
Wie der Mythos von der Kommune als Prototyp der Arbeiterrevolution zustande kam, warum er dem eigentlichen Charakter der Kommune als republikanischem Projekt nicht gerecht wird, weshalb er zu einem Denkverschluss in der sozialistischen Linken führte und wie sich dieser auflösen ließe, darüber sprachen unsere Autoren Holger Marcks und Felix Zimmermann bereits vor einem Jahr im Pavillon Hannover.

